Skeletterkrankungen

Wie alle großen und schweren Hunde besteht bei dem Labrador Retriever die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie einer Ellenbogendysplasie (ED).

Der Begriff HD umschreibt krankhafte Veränderungen am Hüftgelenk. Bei der Entstehung spielen Erbfaktoren eine wesentliche Rolle.

 

Gut für den Hund ist: Carniviton zufüttern, im 1. Lebensjahr den Junghund auf weichem Boden führen (Wald, Wiese), Welpenfutter bis zur 12. LW., Juniorfutter bis zum 6. LM und dann Erwachsenenfutter geben, kein Kalzium zufüttern, Stiegensteigen möglichst vermeiden.

 

Hüftgelenksdysplasie:

HD-A                       kein Hinweis auf HD (excellent)

HD-B                       Übergangsform von HD  (good)

HD-C                       Leichte HD(geringgradige, fair)-Ausschluss Zucht

HD-D                       Mittlere HD (miitelgradige, moderate)

HD-E                       Schwere HD (hochgradige, severe) 

 

Ellenbogendysplasie:

ED-0                        keine Hinweise für Arthrosen

BL                           Borderline-Veränderungen nicht definiert

ED-1                        Osteopythen kleiner als 2 mm

ED-2                        Osteopythen 2 mm bis 5 mm

ED-3                        Osteopythen größer als 5 mm

 

Osteochondrosis (OCD)

entsteht infolge einer fehlerhaften Verknöcherung des im jungen Alter noch knorpelig angelegten Skeletts in den wachsenden Anteilen der Röhrenknochen, welche auch die Gelenke bilden. "Hinken beim jungen Hund"

Störungen in der Entwicklung der Gelenksknorpel können sekundär zu Entzündungen führen-dann spircht man von Osteochondritis-oder es können Knorpelteile in die Gelenkshöhle angespalten werden- dann spricht man von Osteochondrosis dissecans. Grundsätzlich können sich in allen Gelenken solche Entwicklungsstörungen manifestieren. Betroffen sind in der Regel solche, die großen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Darunter sind in erster Linie Ellenbogen-und Schultergelenk zu erwähnen, aber auch Sprung-und Kniegelenk sind betroffen.

Augenerkrankungen

PRA ist eine Erkrankung der Netzhaut, die meistens erst ab einem Alter von etwas 3-4 Jahren klinisch diagnostizierbar ist. Es kommt auch vor, dass die Labradors die schleichende Erblindung recht gut kompensieren, sodass der kontinuierliche Rückgang des Sehvermögens dem Besitzer erst  ab einem Alter von 7-8 Jahren auffällt. Bei dieser Augenerkrankung werden die so genannten Photorezeptoren des Auges zerstört, es verlieren die Stäbchenzellen ihre Funktion und es kommt zu Nachtblindheit oder eingeschränktem Sehvermögen im Dämmerlicht.

Es sind äußerst wenige Fälle von erkrankten Hunden bekannt. Diese Krankheit kan also derzeit nicht als ein gewichtiges Gesundheitsproblem der Rasse eingestuft werden. Die PRA folgt einem autosomal, rezessivem Erbgang, ein Hund erkrankt also nur dann, wenn sowohl Vater als auch Mutter das PRA-Gen tragen.

 

Homyzygot gesund      Normal/Clear     kann mit jedem Deckpartner verpaart werden

Heterozygoter Träger Träger/Carrier    sollte nur mit N/C Partner verpaart werden

Homozygot betroffen  Krank/Affected   sollte nur mit N/C Partner

verpaart werden

 

Distichiasis (zusätzliche Wimpernreihe)

darunter versteht man Wimpern, welche direkt am Lidrand wachsen, und dadurch ständig auf der Hornhaut reiben. Dies führt zu vermehrtem Zwinkern und zu Tränenfluss.

 

Ektropium

beim Ektropium hängt das Unterlid und rollt nach außen. Dadurch ist der Lidschluss unvollständig und Bindehaut und Hornhaut sind vermehrt Irritationen ausgesetzt.

 

Entropium (Rolllid)

unter Entropium versteht man das Einrollen eines Lides. In der Regel ist das Unterlid betroffen. Im besten Fall äußert sich das Entropium nur durch vermehrtes Träne  des Auges.

 

Persistierende Pupillarmembran

Während der Entwicklung des Auges vor der Geburt wird die spätere Pupille von einem pigmentierten Gefäßgeflecht überzogen.

 

Irismelanom

Das Irismelanon ist ein lokal invasiver Tumor von pigmenthaltigen Zellen der Iris. Solche Tumore werden bei allen Hunderassen beobachtet, scheinen aber beim Labrador gehäuft aufzutreten. Diese Melanome werden vermutlich rezessiv vererbt. Bleiben sie unbehandelt, kommt es zum sekundären grünen Star mit Verlust des Auges.

 

Katarakt (grauer Star)

Bei einer großen Zahl von Hunderassen ist der vererbte graue Star bekannt. Während in einigen Fällen nur kleine Teile der Linse davon betroffen sind, sind die Auswirkungen auf das Sehvermögen gering. In anderen Fällen aber wird die ganze LInse getrübt und der Hund erblindet. Die am häufigsten gesehene Starform beim Labrador ist der hintere polare Katarakt, welcher meistens im Alter zwischen ein bis drei Jahren auftritt. Der exakte Vererbungsmodus ist immer noch nicht klar. Hunde mit jeder Form von Katarakt sollen nicht zur Zucht verwendet werden.

Rassespezifische Erkrankungen

Myopathie

diese erbliche Muskelerkrankung folgt einem einfach autosomal rezessiven Erbgang und ist mit einem Defekt im cnm Locus auf Chromosom 2 vergesellschaftet. Klinisch äußert sich die Erkrankung typischerweise ab dem Alter von 3-4 Monaten, verläuft bis zum Alter von ca. einem Jahr progressiv und stabilisiert sich dann. Symptome sind schnelle Ermüdung bei Belastung.

 

Fibronoide Leukodystrophie

ist eine sehr selten auftretende und sich schnell verschlechternde erbliche Erkrankung des Rückenmarks Mit Lähmungen und Bewegungsstörungen.

 

Epilepsie

ist eine Krankheit, die vererbt oder erworben sein kann. Zu den Ursachen, die zu Krämpfen oder krampfartigen Anfällen führen, gehören verschiedene Krankheiten, vorgeburtliche Schädigungen, Verletzungen, Vergiftungen, Stress, usw.. In den meisten Fällen handelt es sich um die unechte Form.

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